Authentische Entscheidungen – eine Dreijährige macht es vor

Neulich hat eine knapp Dreijährigen vorgeführt, dass es eigentlich ganz einfach ist, klar und authentisch in Entscheidungen zu sein. Sie sagt nämlich z.B. sehr konsequent an, wer in ihr Zimmer darf, wer nicht und setzt ungebetene Gäste direkt vor die Tür. Dabei ist es egal, ob es sich um den Kindergartenfreund oder die Großeltern handelt. Sie grübelt nicht lange, ob die Leute wiederkommen, sie noch mögen oder sich darüber beschweren, sondern gibt ihre Meinung kund. Das tolle dabei ist, dass ihre Eltern sie darin unterstützen, ihre eigenen Grenzen zu setzen und zu halten.

Nachdem ich das miterlebt habe, frage ich mich nun: Was laden wir als Erwachsene in unser Leben ein? Und wem oder was schließen wir die Tür vor der Nase zu? Trauen wir uns, unserer Intuition, unseren Wünschen oder Überzeugungen dabei zu folgen? Oder geschieht es manchmal, dass wir Situationen, Konstellationen oder wiederkehrende Begegnungen mit Menschen aushalten, obwohl es nicht (mehr) stimmig ist? Wenn wir immer wieder ja sagen und gleichzeitig nein meinen, haben wir bald keinen Platz und keine Kapazität mehr für das, was uns wirklich wichtig ist. Wir treten auf der Stelle, kommen nicht weiter, engen uns ein.

Ob wir es früher auch gelernt und dann später verlernt haben oder es uns gerade erarbeiten, wünsche ich uns das nötige Feingefühl zu erkennen, was uns gut tut und unser Leben bereichert. Kraft und Mut, entsprechend zu handeln. Und das Vertrauen darin, dass alles gut wird und wir Freiheit gewinnen, wenn wir klar in unseren Entscheidungen sind.

Felicitas



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